Mit Skills und Optimismus gegen Zukunftsängste

An der Nibelungenschule Hofheim haben sich 43 Acht- und Neuntklässler der Hauptschule durch eine Projektwoche mit ihrer Zukunft und ihren digitalen Fertigkeiten auseinandergesetzt. Auch der Lampertheimer Bürgermeister Alexander Scholl schaute vorbei und bekam einen Eindruck vermittelt sowie manche Sorgen zu hören. Einen eigenen Podcast aufnehmen, einen Comic zeichnen oder ein Video produzieren – für 43 Hauptschüler der Hofheimer Nibelungenschule standen eine Woche lang ganz andere Inhalte auf dem Unterrichtsplan als gewöhnlich. Die „Skills Week“ war zu Gast, eine Projektwoche des Programms „Skills & Go“, mit dem die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) Jugendliche auf dem Weg von der Schule in eine Ausbildung oder den Beruf begleitet und unterstützt. In die Gruppen „Video“, „Podcast“ und „Comic“ aufgeteilt durften sich die Acht- und Neuntklässler ausprobieren und dabei auch über ihre Wünsche, Träume und Ängste reden. Diese hörte sich dann auch der Lampertheimer Bürgermeister Alexander Scholl gemeinsam mit der Polizistin Christina Wegerle an, die bei der Polizei Lampertheim-Viernheim für die Schulen zuständig ist. Bei seiner Stippvisite an der Nibelungenschule bekam Scholl Schülersorgen von Krieg oder den Unsicherheiten in einer zunehmend digitalisierten und automatisierten Welt zu hören. So kam in dem Gespräch mit ihrem Bürgermeister zutage, dass die Schüler etwa die Angst umtreibt, in der Arbeitswelt durch Roboter und Künstliche Intelligenz ersetzt zu werden. Scholl versuchte, den Jugendlichen auf den Weg zu geben, positiv zu bleiben. Von der Projektwoche und den Schülerinnen zeigte sich der Bürgermeister angetan. „Ich habe hier einen sehr positiven Eindruck gewonnen“, so Scholl, der bei der Schülerfrage, welche guten Nachrichten es denn für Hofheim gibt, auch ein bisschen Werbung für seinen Wohnort machen durfte: „Wir haben hier alles, was wir brauchen – eine gute Infrastruktur und viele Möglichkeiten, um rauszugehen und sich zu engagieren.“ Auch zum Klimaschutz oder zu E-Rollern hatten die Nibelungenschüler Fragen an Scholl und Wegerle. Deren Antworten sind dann auch Teil eines Podcasts, den die Schüler ebenso wie ihren Comic und ihren Film zum Abschluss der „Skills Week“ am letzten Tag der „Skills Week“ im Hofheimer Bürgerhaus präsentierten. Auch nach der Woche werden die Jugendlichen weiter von „Skills & Go“ begleitet – etwa durch Online-Meetings oder Präsenztreffen. Die Koordinatorin der Projektwoche, Diana Levedag, von der DKJS hob das hohe Engagement der Hofheimer Schülerinnen und Schüler hervor: „Ich habe sie extrem aufgeschlossen erlebt mit vielen Meinungen zu verschiedenen Themen.“ Auch die Leiterin der Nibelungenschule, Cornelia Schürer, war hochzufrieden mit dem Verlauf der Projektwoche: „Skills & Go ist ein Angebot für Jugendliche, das uns überzeugt und begeistert. Alle sind mit Engagement dabei und erhalten viele Ideen wie sie ihre Zukunft kompetenter bewältigen können.
So gingen die Hofheimer Hauptschülerinnen und –schüler voller positiver Erfahrungen, neuer Fertigkeiten und zusätzlichem Selbstvertrauen aus der „Skills Week“. Und vielleicht auch mit ein bisschen weniger Zukunftsängsten und etwas mehr Zuversicht für den Lebensabschnitt nach der
Schule.